Herstellung von gesättigten kolloidalen ionischen Silberdispersionen

Vor einigen Jahren begann ich mich für die Eigenschaften von richtig hergestellten kolloidalen (ionischen) Silberdispersionen zu interessieren. Die ersten Proben, die ich erhielt, erwiesen sich als effizient bei der Beseitigung von Schimmel, der Reduzierung von Kleider- und Schuhgeruch und im Allgemeinen als effizient bei der Beseitigung von Mikroben. Allerdings stellte ich schnell fest, dass die Ergebnisse zwischen verschiedenen Proben, die nach unterschiedlichen beschriebenen Herstellungsverfahren produziert wurden, teilweise erheblich variierten.

Ich war neugierig zu erfahren, welche Parameter für die Wirksamkeit der kolloidalen ionischen Silberdispersion wichtig sind und auf welche Weise die Methodik des Produktionsprozesses die Qualität und damit die Wirksamkeit des Endprodukts beeinflusst. Als Ausgangspunkt standen mir zahlreiche Internetressourcen zur Verfügung. Es wurde schnell klar, dass viele der präsentierten Daten widersprüchlich und sogar selbst widersprüchlich sind.

Kolloidales ionisches Silber

Um festzustellen, welche Aussagen den Tatsachen entsprechen und welche nur Vermutungen sind, habe ich mehrere Experimente durchgeführt. Mein Ziel war es, herauszufinden, welche Herstellungsmethoden zu einer brauchbaren Dispersion führen und welche nicht. Nach vielen Experimenten begann ich zu verstehen, welche Parameter für die Herstellung von sehr hohen Konzentrationen von Silberionenkationen (Ag+) essentiell sind und welche Parameter nur am Rande relevant sind. Wie sich herausstellte, sind die Reinheit und Temperatur des Wassers, die Form, Oberfläche und Größe der Elektroden und die Geometrie der Flüssigkeitsströmung wichtige Einflussfaktoren für die Herstellung von gesättigtem kolloidalem ionischem Silber, das einen hohen Gehalt an Silberionen enthält.

Zusätzlich müssen geeignete Labor- und Messgeräte verwendet werden, um ein geeignetes elektrisches Signal zu verwenden und den Prozess der Dispersionsherstellung präzise zu steuern, um eine Verunreinigung der Dispersion oder deren Agglomeration zu verhindern. Wenn ausreichend genaue Messungen mehrerer physikalischer Parameter kontinuierlich durchgeführt werden, dann kann die Sättigungskurve der Dispersion im Zeitbereich beobachtet werden. Es ist dann möglich, die Geschwindigkeit der Verarbeitung dynamisch anzupassen und eventuell kurz vor dem Punkt der Agglomeration zu stoppen. Das Erreichen hoher Konzentrationswerte von bis zu 20 ppm an Silberpartikeln (meist Ag+) ist dann sogar mit einigen der konventionellen Anlagen erreichbar, wenn eine geeignete Produktionsmethodik eingehalten wird. Bei den meisten konventionellen Anlagen zur Herstellung von kolloidalem ionischem Silber geht die Herstellung solcher gesättigten Dispersionen jedoch auf Kosten einer deutlich längeren Verarbeitungszeit.

Es wurde schnell klar, dass eine geeignete Methodik und Hardware entwickelt werden musste, um eine qualitativ hochwertige kolloidale ionische Silberdispersion in möglichst kurzer Zeit herzustellen. Vorläufige Ergebnisse während unserer laufenden Forschung und Entwicklung in dieser Richtung ergaben Dispersionen mit einer extrem hohen Konzentration an Silberpartikeln von bis zu 20 ppm.

Selbst wenn man die Ungenauigkeiten und die Nichtlinearität des Messverfahrens und der Ausrüstung berücksichtigt, liefern einige der beobachteten physikalischen Eigenschaften gesättigter Dispersionen Indizien dafür, dass tatsächlich eine solch hohe Sättigung möglich ist. Zum Beispiel kann oft beobachtet werden, dass hochkonzentrierte Dispersionen manchmal so gesättigt sind, dass sie zwar stabil erscheinen, aber manchmal nur ein äußerer Reiz nötig ist, um sie bis zum Punkt der Agglomeration zu destabilisieren. Beispielsweise führt eine kurze Einwirkung von Sonnenlicht oder eine Temperaturänderung von nur 2-3 °C auf solche gesättigten kolloidalen ionischen Silberdispersionen oft zu einer plötzlichen Agglomeration. Die Agglomeration tritt in der Regel kurzzeitig auf und macht die hergestellte Dispersion in dem Moment, in dem sie auftritt, für alle praktischen medizinischen Zwecke unbrauchbar.

Durch sorgfältige Beachtung aller relevanten Parameter und mit der entwickelten Methodik konnte ich stabile, gesättigte kolloidale ionische Silberdispersionen zuverlässig herstellen. Aufgrund der gewonnenen Erfahrungen erwägen wir derzeit die Entwicklung der Herstellungsanlage, die eine vergleichsweise schnellere Produktion von hochwertigen, gesättigten kolloidalen ionischen Silberdispersionen mit einem hohen Gehalt an Silberkationen (Ag+) ermöglicht.

Viele einfache Experimente, die ich mit verschiedenen Hefen und Schimmelpilzen durchgeführt habe, bestätigten, dass tatsächlich eine fast lineare Beziehung zwischen dem Sättigungsgrad der Dispersion und den beobachteten bioaktiven Effekten (Absterben von Hefe- und Schimmelpilzproben) besteht. Gesättigte kolloidale ionische Silberdispersion lieferte praktisch immer bessere Ergebnisse im Vergleich zu weniger gesättigten Dispersionen.

Es zeigte sich auch, dass gesättigte Dispersionen im Vergleich zu niedrig gesättigten Dispersionen lichtempfindlicher sind und am besten in dunklen Glasbehältern gelagert werden sollten, um eine eventuelle Agglomeration hinauszuzögern. Gesättigte kolloidale ionische Silberdispersionen sind auch zunehmend instabil und neigen mit steigender Temperatur zur Agglomeration, so dass es am besten ist, sie an kühlen Orten zu lagern. In Anbetracht der Tatsache, dass die Dichte von Wasser bei ~4°C ihr Maximum hat, könnte man annehmen, dass mit der Annäherung der Lagertemperatur an den Bereich der höchsten Dichte auch das Agglomerationspotential der Dispersion steigt. Wenn diese Annahme durch weitere experimentelle Beobachtungen verifiziert wird, würde dies bedeuten, dass gesättigte kolloidale ionische Silberdispersionen bei Temperaturen über 10°C gelagert werden müssen, da an diesem Punkt die Dichte des Wassers zu sinken beginnt, was die Wahrscheinlichkeit der Agglomeration deutlich reduziert. Damit liegt die beste Lagertemperatur im Bereich von 10 - 20 °C. Eine andere Lösung für die Lagerung in ungünstiger Temperaturumgebung wäre die Anpassung der Sättigung der Dispersion an den Lagertemperaturbereich mit der daraus folgenden Verringerung der therapeutischen Wirksamkeit.

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